Klimaschutz

Die Kläranlage Schwerin-Süd ist einer der größten Stromverbraucher der Landeshauptstadt. Zur Energieoptimierung der Kläranlage wurde 2012 ein Klimaschutzteilkonzept „Klimafreundliche Abwasserbehandlung“ erarbeitet.* Ziel war es, durch Prozessanalysen und Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und -erzeugung den Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen dauerhaft zu senken und so einen aktiven Beitrag und Umweltschutz zu leisten. Bereits jetzt können der gesamte thermische und ein Großteil des elektrischen Energiebedarfs durch Eigenerzeugung auf der Kläranlage gedeckt werden. Das langfristige Ziel ist der energieautarke und damit CO2-neutrale Betrieb der Kläranlage.

Stromverbrauch und Eigenerzeugung der Kläranlage Schwerin-Süd von 2013-2016. Die Werte für 2017 sind prognostiziert.



Nach dem Wechsel der Belüftermembrane in allen 3 Belebungsbecken im Jahr 2014 erfolgte 2016 als weitere Maßnahme aus dem Klimaschutzteilkonzept der Austausch der Gebläsetechnik zur Erhöhung der Energieeffizienz der Belüftungstechnik.

2017 werden als Maßnahmen zur Erhöhung der Eigenstromerzeugung auf der Kläranlage die Erneuerung des BHKW und die Errichtung einer Fettannahmestation zur Co-Vergärung umgesetzt. Als weitere Maßnahmen zur Umsetzung des Klimaschutzteilkonzeptes wird 2017 auf dem Gelände der Kläranlage eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 150 kWp errichtet. Bei einem anzunehmenden spezifischen Ertrag von 980 kWh/(kWp*a) wird ein Jahresertrag von 147.000 kWh/a erwartet. Die Eigenstromerzeugung auf der Kläranlage wird sich durch diese Maßnahmen von ca. 40 % auf über 70 % erhöhen.


*) Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschtuz und Reaktorsicherheit konnte die Schweriner Abwasserentsorgung, Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Schwerin (SAE) eine umfassende Studie zur Energieoptimierung für die Kläranlage Schwerin-Spd erstellen. Projektträger dieses Förderprojektes war der Projektträger Jülich. Die Bearbeitung erstreckte sich über den Zeitraum 01.09.2011 bis 31.08.2012. Neben dem Energieverbrauch der Kläranlage wurden über einen Betrachtungszeitraum von Januar 2008 bis Juni 2011 die Belastungsverhältnisse analysiert und eine Energie- und CO2-Bilanz erstellt.