Absetzungsantrag Industrie/Gewerbe

Als Maßstab für die Abrechnung des Schmutzwasser- und Sammelgrubenentsorgungsentgeltes gilt der Frischwassermaßstab. Wie das Schmutzwasser- und Sammelgrubenentsorgungsentgelt ganz genau bemessen wird, kann in den AEB § 9 nachgelesen werden.

Üblicherweise wird davon ausgegangen, dass die Wassermenge, die in einem Industrie- und Gewerbebetrieb verbraucht wird, anschließend als Schmutzwasser in die Kanalisation eingeleitet wird. Jedoch ist gerade hier die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass Teile der bezogenen Wassermenge für den Fertigungsprozess verwendet und nicht wieder in die Kanalisation als Schmutzwasser eingeleitet werden. Diese Wassermengen können auf Antrag für die Heranziehung vom Schmutzwasser- und Sammelgrubenentsorgungsentgelt befreit werden. Hierfür gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten.

Variante 1:

Die für den Fertigungsprozess verwendete Wassermenge wird über einen separaten geeichten Zähler gemessen. Dieser Zähler muss durch den Kunden auf eigene Kosten installiert werden. Hierbei sind die Eichfristen für den Zähler zu beachten.

Für diese Variante der Absetzung nutzen Sie bitte das Formular "Absetzungsantrag Zähler".


Variante 2:

Nichteingeleitete Wassermengen, welche nicht über einen Zähler erfasst werden, können über Nachweis erstattet werden. Hierzu zählen insbesondere:

  • Wassermengen in der Lebensmittelzubereitung (z.B. Herstellung von Backwaren)
  • Verdunstungswasser in Autowaschanlagen, Kälteanlagen oder Schwimmbädern
  • Wassermengen aus Rohrbrüchen

Für diese Variante der Absetzung nutzen Sie bitte das Formular "Absetzungsantrag Nachweis".